Föhnen gegen den Sommerregen

Bei klassischem Fritz-Walter-Wetter fand am Tag des WM Finales die Hessische Jungtierschau auf der Sieberzmühle statt. Highland Cattle sehen schliesslich nass immer noch schön aus! Zahlreiche Züchter waren gekommen und präsentierten ihre Schottischen Hochlandrinder auf dem wunderschönen Gelände der Familie Neidert.  Gerichtet wurde von Dr. Stefan Janz, der seine Bewertungen für das Publikum transparent und verständlich begründete und bereits erfolgreich in Schottland als Richter tätig war. Jost Grünhaupt nahm zunächst eine Sammelkörung vor, und benotete Silas von der Falkenau mit 8/7/8.

In der Stallgasse unter freiem Himmel föhnten die Züchter unterdessen im Wettstreit mit den auf- und abziehenden Regenwolken. Jeder half dem anderen, die Tiere für den Richtwettbewerb zu trocknen und zu bürsten. Es herrschte eine sehr kollegiale und faire Stimmung. Ohne die helfenden Hände hätten auch wir bei diesem Wetter unsere sechs Tiere nicht so gut vorbereiten können. Unser besonderer Dank gilt Hendrik Hoof, der darüber hinaus auch noch half Tiere vorzuführen.

Mit den Ergebnissen unserer Jungtiere können wir sehr zufrieden sein:
Silas  gewann in seinem Ring den 1b Preis hinter dem außergewöhnlich stark entwickeltem Bullen Black Panter of Greenfield  aus der Zucht von Gerold Lintelmann.
Simba Ruadh 2nd stand an dritter Stelle vor Simba Odhar, der 1d gewann.
Pearl Odhar wurde in ihrem Ring zweite, während Pandorra an dritter Stelle stand.
Arabella konnte ihren Ring für sich entscheiden und gewann wie bereits auf der Thüringer Jungtierschau den 1a Preis.

Auch wenn es ein ordentlicher Kraftakt für alle Beteiligten war – die Jungtierschau auf der Sieberzmühle ist jede Mühe wert. Eine schönere Möglichkeit seine Tiere zu präsentieren ist kaum vorstellbar.

Gesamtsiegerin wurde die Färse Furan Sileas 5th of Glengorm aus der Zucht von Gerold Lintelmann. Gesamtsieger wurde der Bulle Oswin vom Eiserbachtal im Besitz von K.H. Winter. Herzliche Glückwünsche, liebe Züchterkollegen.

 

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Der Naturschutzbeirat besucht die Gelbbauchunken

Seit 2011 sind zwei von uns bewirtschafteten Weiden, unter der Projektleitung des Agraringenieurs und Amphibienexperten Harald Nicolay, ein Gelbbauchunken-Schutzprojekt. „Die Gelbbauchunke, die so wegen ihrer auffälligen Färbung heißt, gehört heute europaweit zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Amphibien“ (HNA).

Gestern besichtigte der Naturschutzbeirat des Werra-Meißner-Kreises die Projektflächen, auf denen unsere Rinder mit ihren Klauenabdrücken im sumpfigen Untergrund für ideale Lebensbedingungen für die stark gefährdete Unke (Bombina variegata) sorgen.  Alle Mitglieder des Naturschutzbeirats waren sehr zufrieden und werteten das Gelbbauchunkenschutzprojekt als vollen Erfolg. Zahlreiche Unken tummeln sich in Trittsiegeln und Wasserlöchern auf beiden Weiden. Unsere Schottische Hochlandrinderzucht in extensiver Mutterkuhhaltung ermöglicht eine erfolgreiche Naturschutzbeweidung.

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Doppelsieg auf der 3. Thüringer Jungtierschau in Nausiß

Relativ kurz entschlossen sind wir am Samstag mit Arabella und Silas von der Falkenau zur Jungtierschau des VDHC in Thüringen gefahren. Eine in mehrfacher Hinsicht gute Entscheidung. Steffi und Torsten Siehr haben in Nausiß eine sehr schöne Rinderschau ausgerichtet und Silas und Arabella haben unsere Erwartungen übertroffen und beide die Konkurrenz in ihren Klassen auf die Plätze verwiesen. Silas siegte vor drei weiteren Bullen des Jahrgangs 2012 und Arabella siegte vor fünf gleichalten Färsen. Gerichtet wurde von Martin Koch.

Gesamtsiegerin der Jungtierschau wurde Pia vom Diebeskamm von Falk Pommer, bei den Bullen siegte Wilson vom Diebeskamm im Besitz von Andrea und Uwe Sander. Wir gratulieren herzlich!

Mit uns waren noch drei weitere hessische Züchter nach Nausiß gefahren um ihre Tiere zu zeigen: Judith Edelmann (vom Mönchsberg), Friedrich Eick (vom Krauseberg) sowie Heidrun und Jürgen Wilke (vom Hermansberg). Alle hessischen Tiere haben sehr gut abgeschnitten, viele Klassensiege und sogar der Reservesieger der Jungtierschau,  Apart vom Brughof aus der Zucht von Karl Friedrich Winter im Besitz von Heidrun und Jürgen Wilke, gehen auf das Konto hessischer Hochlandrinderzüchter.

Wir sind nun sehr gespannt auf die hessische Jungtierschau am 13. Juli auf der Sieberzmühle. Hoffentlich können unsere beiden Tiere an ihren Erfolg anknüpfen – vielleicht kann Silas sogar in die großen Fusstapfen seines Vollbruders Simba von der Falkenau treten.

 

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1 abc beim Hessischen Fleischrindertag 2014

Die Reise mit fünf Tieren in die Hessenhalle Alsfeld zum Hessischen Fleischrindertag hat sich gelohnt: Unsere Kühe mit Kalb bei Fuss holten eine 1b (Aura von der Falkenau) 1c (Maila Dubh 6 vom Wartenberg) Platzierung. Zuchtbulle Phil von den Ruhrwiesen konnte im Bullenring 3 seine Mitbewerber – darunter sein Halbbruder Murphy von den Ruhrwiesen – auf die Plätze verweisen und holte den 1a Preis.

Wir sind wieder einmal begeistert von unseren umgänglichen Hochlandrindern, die sich weder von der Fahrt im Hänger, den vielen Rindern, dem Waschraum oder dem Trubel im Schauring beeindrucken liessen. Das Abschneiden der drei erwachsenen Tiere bestätigt das gleichermassen hohe Niveau drei sehr unterschiedlicher Vererbungslinien unserer Zucht.  Es bleibt abzuwarten ob die Bullkälber Simba Ruadh 2+3 auch ohne ihre Mütter überzeugen werden.

Den männlichen Gesamtsieg bei den Schottischen Hochlandrindern holte Darius II von Hartelstein,  Zuchtbulle der Herde Highlandcattle vom Sinntal von Elke und Wolfgang Richter. Die Siegerkuh Merle stellen Heidrun und Jürgen Wilke aus ihrer Zucht Highland Cattle vom Hermannsberg. Zum Hessen-Champion aller 12 ausgestellten Rinderrassen wurde der Angus Bulle Ontario im Besitz von Maria Klausmann gekührt. Wir gratulieren den Züchterkollegen herzlich.

Mit 14 Tieren war die Rasse des Schottischen Hochlandrindes in Alsfeld vertreten. Sieben  Züchter Schottischer Hochlandrinder waren nach Alsfeld gekommen um im Kreise von 12 Fleischrinderrassen von insgesamt 77 Beschickern die Qualitäten ihrer Highland Cattle zu präsentieren.

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Die Reisegruppe für den Fleischrindertag 2014 steht

Er ist mittlerweile gesetzter Auftakt der Schausaison: Der Hessische Fleischrindertag in Alsfeld. Dieses Jahr präsentieren wir fünf Tiere: Nach ihrem Sieg im Jahr 2011 wird Aura von der Falkenau abermals mit einem Kalb bei Fuß antreten: Ihr Sohn Simba Ruadh 2 ist der erste männliche Nachkomme unseres erfolgreichen Zuchtbullen Simba von der Falkenau. Sein Bruder Simba Ruadh 3 wird mit seiner Mutter Maila Dubh 6 vom Wartenberg ebenfalls mit von der Partie sein. Unserem aktueller Zuchtbulle Phil von den Ruhrwiesen wird in der Bullenklasse antreten.

Nach zahlreichen Zuchtschauen auf denen wir fast auschliesslich Jungtiere gezeigt haben, fahren wir auf den diesjährigen Hessischen Flerischrindertag bewusst mit drei ausgewachsenen Tieren um die Rasse des Schottischen Hochlandrindes angemessen zu präsentieren.

Der Hessische Fleischrindertag bietet das umfassendste Schauprogramm Deutschlands mit Top-Tieren der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh-Fleisch, Limousin, Galloway und Highland Cattle. Wir freuen uns über jeden Besucher. Das Program in der Hessenhalle Alsfeld sieht wie folgt aus:

Freitag, den 24. Januar 2014
12.30 Uhr    Körung der Jungbullen
20.00 Uhr    Züchtertreff im  Restaurant Hessenhalle

Samstag, den 25. Januar 2014
9.30 Uhr    Beginn des Richtens der Schautiere
12.30 Uhr    Siegerehrung
13.00 Uhr    Beginn der Auktion

Die diesjährigen Preisrichter sind Anne Menrath und Dr. Thomas A. Schmidt.

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Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr

Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr

Pearl Odhar von der Falkenau wünscht allen Freunden der Falkenau Herde Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr.

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27. Bundesrasseschau 2013 in Alsfeld

Über 64 Färsen waren zur diesjährigen Bundesrasseschau gemeldet. Eine starke Konkurenz für Arabella, Polly und Wonne von der Falkenau. Unsere drei Färsen haben sehr unterschiedlich abgeschnitten. Arabella stand in der Färsenklasse 1c an vierter Position während Polly sich in der Klasse 2d ihren Konkurentinnen geschlagen geben mussten. Wonne konnte sich aber in der Färsenklasse 3b den 1b Preis sichern. Eine schöne Bestätigung unserer Zuchtlinie.  Stammt Wonne doch von einer unserer beiden Stammkühen ab. Sie ist eine Ur-Urenkelin von Wawuschel, die wir 1982 aus Schottland importiert haben.

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Wonne von der Falkenau im September 2013 einige Tage vor dem 1b Preis in ihrem Ring auf der Bundesrasseschau 2013

Die Bundesrasseschau war wieder eine gute Gelegenheit Feedback für die eigene Zucht zu bekommen und sich mit den zahlreichen Züchterkolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Wir gratulieren herzlich dem Bundessieger Donald of Tordarroch in Besitz von Willi Bange sowie der Bundesiegerin Boidheach Ruadh 5. of Reer im Besitz von Dr. Jan-H. Osmers und M. Friebe sowie allen weiteren Preisträgern der diesjährigen Bundesrasseschau des VDHC.

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Auf das Wie kommt es an – Schlachten mit Kugelschuss auf der Weide.

Wer Rinder artgerecht hält, stand bisher am Tag der Schlachtung vor einem Dilemma, denn das Rind musste im Schnelldurchlauf all das erleben, was man ein Leben lang von ihm ferngehalten hatte: Isolation aus der Herde, Transport, Entladung auf dem Schlachtbetrieb, einsperren in die Betäubungsbox, ggff. Fixierung des Kopfes zur Betäubung durch den Bolzenschuss. Nicht nur für ein Tier, das ganzjährige Weidehaltung gewohnt ist, eine enorme Qual. Weiderinder reagieren aber auf die gänzlich neue Situation noch extremer. Das ist nicht zuletzt auch eine Qualitätseinbusse für das Fleisch.

Erleben Rinder durch Transport und Schlachtung Stress, kommt es zur Ausschüttung von Glycogen sowie von ATP in den Muskeln des Tieres die nach der Schlachtung für die Fleischreifung fehlen. Das Ergebnis nennt sich DFD-Fleisch, „ein dunkles (engl.: dark), festes (firm) und trockenes (dry) Fleisch, welches nur noch für wenige Produkte (z.B. Brühwurst) verwendet werden kann“. (Wikipedia)

Wollte man seinen Tieren diese Prozedur ersparen, musste man sich bis November 2012 in die Ilegalität flüchten. Doch es kommt Bewegung in die Gesetzgebung: In Deutschland vergeben entsprechend der geänderten EU-Richtlinien, die zuständigen Kreisveterinäre (Erlaubnis Schlachtung im Haltungsbetrieb) sowie die Ordnungsbehörde (Schiesserlaubnis) Ausnahmegenehmigungen für den Kugelschuss und das Ausbluten auf der Weide. Mehrere Universitäten forschen zur Weideschlachtung, darunter auch die Universität Kassel; überregionale Presse wie die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel berichten über die Weideschlachtung von Rindern.

Seit dem 17. September 2013 haben wir ebenfalls die offizielle Genehmigung unsere Rinder auf der Weide durch Kugelschuß mit einem geziehlten Kopfschuss zu betäuben und anschliessend auf der Weide ausbluten zu lassen. Wer einmal erlebt hat, wie friedlich und entspannt alle Tiere der Herde auf den Tod eines Artgenossen reagieren, wird es möglichst vermeiden seine Rinder in einen Schlachthof zu bringen. Für das auf der Weide geschlachtete Tier geht es meist derart schnell und unvorhersehbar, dass es die Henkersmahlzeit aus Brötchen, Hafer oder Rüben nicht mehr herunterschluckt.

Tilman Schöffel und Dr. Rainer sind beide Jäger und sichere Schützen. Trotzdem haben sie einen zusätzlichen Sachkundelehrgang für den Kugelschuss und die Schlachtung auf der Weide absolviert. Unser Schlachter Jörg Deibel ist bei jeder Weideschlachtung anwesend und garantiert das fachgerechte und hygienische Ausbluten des Rindes. Erst das tote, ausgeblutete Rind wird zur Weiterverarbeitung ins Schlachthaus gefahren. Das Fleisch bestätigt den Eindruck – keine Anzeichen von Stress.

Wir fühlen eine starke Verantwortung unseren Rindern von Geburt bis zum Tod ein würdevolles und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Deshalb haben wir nicht zuletzt aus Gründen des Tierschutzes dieses Verfahren gewählt. Denn obwohl unsere Tiere ganzjährig im Freien gehalten werden, legen wir Wert auf engen Kontakt und ihre Umgänglichkeit. Nur so gelingt ethisch vertretbarer und qualitativ hochwertiger Fleischgenuss.

Der schweizer Landwirt Nils Müller hat ein Filmteam von bioaktuell.ch eine Wedeschlachtung dokumentieren lassen. Der Ablauf und das Verhalten der Tiere entspricht genau unseren Erfahrungen.

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Unser neues Logo

Logo Highland Cattle von der Falkenau (c) Angela Aumann

 

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Neues aus Leder und Fellen unserer Highland Cattle

Wir haben wieder einige Felle und Häute in der Gerberei Beuleke pflanzlich gerben lassen und sind erneut begeistert vom Ergebnis:

Das sogenannte vegetabil gegerbte Leder ist die absolute Ausnahme, denn mehr als 90% des weltweit hergestellten Leders wird mit Chrom gegerbt.“ Zum Gerben werden die Tierhäute in ein Gerbfass gelegt, wo sie mit Wasser und dem ungefährlichen Chrom(III) bearbeitet werden, das in geringen Mengen sogar im Trinkwasser vorkommt. Bei unsachgemäßem Gerben oder bei qualitativ schlechten Gerbstoffen können jedoch Chrom(VI)-Verbindungen entstehen, die Krebs verursachen und bei Hautkontakt Allergien und Irritationen auslösen können. (Frankfurter Rundschau)“ Das meiste Leder kommt  nach wie vor aus Industrie- und Entwicklungsländern wie Indien, Vietnam, Bangladesch, China, Nepal und südamerikanischen Ländern. In vielen dieser Staaten gilt Chrom(VI) gar nicht als gefährlich und ist demzufolge nicht verboten.

Im Juni 2013 testete die Zeitschrift ÖKO-TEST zum wiederholten Male Kindersandalen: Wieder wurden 14 von 15 Modelle mit ungenügend und ein Paar mit mangelhaft bewertet. Der Grund: eine zu hohe Schadstoffbelastung.

Für die pflanzliche Gerbung von Leder sind alle tanninehaltigen Pflanzen geeignet. Diese Polyphenole der Gallussäure werden von den Pflanzen eingelagert, um Fressfeinde fernzuhalten, deren Verdauung durch Tanninaufnahme negativ beeinflußt wird. Zur Gerbung verwendet werden zum Beispiel Eichen- und Fichtenrinde, Quebrachoholz, Tara-Schoten, Mimosarinde aber auch Rhabarber. Pflanzlich gegerbtes Leder gilt unter Fachleuten als das schönste Leder der Welt. Wir können diesem Urteil nur zustimmen. Das Verfahren ist jeden Cent wert, den es kostet.

Die abgebildeten Felle, Leder und Produkte verkaufen wir – schreiben Sie uns: info@schoeffelhighland.de

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